Im deutschsprachigen Raum gibt es nur wenige ernst zu nehmende Kapokmanufakturen. Die größte ist "Kapok-Kontor", welche eine recht große Auswahl an Bettwaren vertreiben. Dann gibt es Baumberger Schlafkomfort, die ebenfalls Kissen und Matratzen mit einem Kapokanteil produzieren. Der Anbieter Dormiente stellt z.B. eine Bettdecke-Serie mit Baumwoll + Kapok-Gemisch her.
Vorsicht ist bei dem Direkt-Import von Kapokprodukte aus Asien geboten. Es kann passieren, dass durch mangelnde Kontrollen diese Produkte von minderer Qualität sind.
Kapok wird seit über 100 Jahren eingesetzt. Früher war es als Füllung für Polstermöbel sehr beliebt. Heute wird es überwiegend in Naturbettwaren (Matratzen, Kissen, Decken) verarbeitet.
Seit einigen Jahren ist die Kapokfaser ein fester Bestandteil von Naturbettwaren. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Produkte, die zu 100% aus Kapok bestehen, bzw. einen Kapokanteil (meist in Verbund mit Baumwolle) haben.
Angebaut wird das Rohmaterial überwiegend in Afrika (Nigeria, Tansania) und in Asien (Sri Lanka, Thailand, Indonesien, Philippinen), wo der Kapokbaum erst seit wenigen Jahren als Nutzbaum kultiviert wird.
Kapok kommt aus der malaischen Sprache (kapuk) und wird auch Pflanzendaune genannt.Es ist die Hohlfaser des Ceiba pentandra (vulg. Kapokbaum) Sie wird aus den langen Fasern der Kapokfrüchte des Baumes gewonnen. Der übrigens in den Tropen wächst. Die Kapokfaser selbst ist glatt, hat eine dünne Zellwand und ist transparent mit einem großen Lumen. Die durchschnittliche Länge der Faser beträgt 19 mm. Wegen des Lufteinschlusses von 80 % gilt die Kapokfaser nach Pappelflaum als leichteste natürliche hohle Textilfaser der Welt.